Lungenemphysem
Bei chronischen Erkrankungen der Lunge kann das Lungengewebe angegriffen und sogar zerstört werden, sodass es zu einem Lungenemphysem kommt. Dabei werden die Wände der Lungenbläschen, genannt Alveolen angegriffen und der Gasaustausch in der Lunge behindert. Die Aufnahme von Sauerstoff aus der Umgebung kann somit nicht mehr effizient stattfinden. Bei einem Lungenemphysem kommt es infolgedessen zu einer Überblähung der Lunge. Die Lunge wird daraufhin immer unelastischer und die Luft kann immer schlechter entweichen. Insbesondere der Ausatmungsprozess ist bei einem Lungenemphysem durch den defizitären Gasaustausch erheblich gestört. Der Zustand kann auch als Überblähung bezeichnet werden.
Die ehemals funktionsfähigen Lungenbläschen verwandeln sich nach dem Lungenemphysem in größere Emphysemblasen dessen Funktionsfähigkeit äußerst oder ganz gestört ist. Ein Lungenemphysem kann infolge von negativen äußeren Einflüssen, wie durch die Aufnahme schädlicher Stoffe ausgelöst werden. Neben Tabakrauch gehören auch Feinstaub, Silikate oder Quarzstaub zu den gefährlichen Stoffen. Auch genetisch bedingte Erkrankungen des Stoffwechsels können Ursachen von einem Lungenemphysem sein. In so einem Fall werden körpereigene Stoffe nicht mehr ausreichend synthetisiert und greifen das Lungengewebe an. Ein chronischer Mangel an ATT, Alpha 1 Antitrypsin, dem Akute Phasen Protein liegt vor. Zu den Symptomen bei einem Lungenemphysem gehört chronische Atemnot bei physischer Anstrengung und im weiteren Verlauf selbst im Ruhezustand. Ein Absinken des Sauerstoffgehalts im Blut ist das typische Merkmal eines Lungenemphysem. Man erkennt betroffene Patienten zum Beispiel an ihren bläulich verfärbten Lippen oder Extremitäten. Zu den Risikogruppen, die Gefahr laufen am Lungenemphysem zu erkranken gehören insbesondere Raucher, es können jedoch auch Passiv-Raucher betroffen sein. Wird ein Lungenemphysem nicht rechtzeitig behandelt droht eine Lungentransplantationals letzter Ausweg.
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